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Das Gruseln nimmt kein Ende: Filme, Games und mehr – alles im Horror-Style

Es scheint so, als ob alle Welt sich nur noch gruseln will. Horrorszenarien in Büchern und Filmen sind so gefragt wie nie zuvor. Daher sind Horror-Movies längst keine billigen Produktionen mehr, in denen lauter unbekannte Schauspieler mitmachen müssen, weil sie sonst keine Rollen finden. In den letzten Jahren hat sich das Horror-Genre so weit etabliert, dass immer mehr teure und qualitativ hochwertige Hollywood-Produktionen in den Kinos anlaufen. Beispielsweise hat der Kinofilm „Es“, der auf Stephen Kings Roman aus dem Jahr 1986 basiert, am ersten Wochenende knapp 180 Millionen US-Dollar eingespielt. Mit Produktionskosten von 35 Millionen Euro könnte der Horrorstreifen, bei anhaltenden positiven Einspielergebnissen, auf der Liste der erfolgreichsten Kinofilme landen. Ohnehin lieferte „Es“ mit den ersten Zahlen den erfolgreichsten Start eines Horrorfilms überhaupt. Das liegt sicherlich daran, dass es nicht nur eine Nachfrage nach Horror-Geschichten gibt, sondern diese sich weltweit so stark verbreitet hat, dass das Publikum nicht mehr nur billig produzierte und unecht wirkende Fantasie-Streifen sehen will. Die Grusel-Fans wollen Geschichten erzählt bekommen, die zu Tode schocken, weil sie erschreckend real erscheinen.

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So kommt nicht nur ein Horrorfilm nach dem anderen ins Kino, sondern die Grusel-Stories sind nahezu so Mainstream geworden, dass sie überall ihre Verbreitung finden. Wer sich daran erfreuen kann, dem stehen Vampir-Barbies, Horror-Comichefte, gespenstische Sammelfiguren und unendlich viel weitere gruselige Produkte zum Erschrecken schön zur Verfügung. Seit 2016 können sich Grusel-Fans auch in einem Freizeitpark schocken lassen, da Recherchen gezeigt haben, dass Horror aktuell einfach angesagt ist. Allein zu Halloween investieren die Deutschen um 200 Millionen Euro in gruselige Artikel, zum Beispiel in Horror-Kostüme oder eklig aussehende Süßigkeiten. Die Zombies und Vampire haben nicht mal halt vor Casinos gemacht und diese für sich eingenommen. Mit „Lost Vegas“ und „Immortal Romance“ stehen Zockern schaurig schöne Online-Slots zur Verfügung, bei denen man garantiert nicht vor Langeweile einschlafen wird.

Und an alle Game-Freaks: ja, auch der Game-Markt erweitert sich um einige neue Videospiele im Horror-Format. Die Frage hierbei ist nur, taugen diese Spiele etwas und kommen sie annähernd an den Klassiker „Resident Evil“ heran? „Resident Evil“ wurde 1996 veröffentlicht und ist bis heute so erfolgreich, dass regelmäßig neue Teile oder Ableger in anderen Genres veröffentlicht werden. Anfang diesen Jahres wurde „Resident Evil 7“ herausgebracht, das mit reduzierter Action überzeugen soll und damit wieder zurück zum Ursprung des Survival-Horrors führt. Die Horror-Game Liebhaber zeigen sich mit der neuen „Resident Evil“ Version auch ganz zufrieden, allerdings blieben mit 3,5 Millionen verkauften Exemplaren die Verkaufszahlen etwas hinter den Erwartungen des Herausgebers zurück.

Eventuell könnte der zweite Teil von „The Evil Within“, der Mitte Oktober an den Start geht, der „Resident Evil“-Reihe zur Konkurrenz werden. Schließlich ist bei der Produktion der „The Evil Within“ Spiele niemand geringeres als der „Resident Evil“ Erfinder höchstpersönlich beteiligt. Hier wurde der Trend zurück zum Survival-Horror frühzeitig erkannt und der 2014 erschienene erste Teil konzentrierte sich bereits auf klassische Horror-Elemente, was nun im zweiten Teil so fortgesetzt und verbessert wurde. Als Protagonist Sebastian Castellanos begibt man sich in der Stadt Union auf der Suche nach seiner verlorenen Tochter Lily. Um seine Tochter retten zu können, muss Castellanos furchterregende Kreaturen bezwingen.

Bereits im Juli 2016 wurde uns ein ekelerregendes Videogame namens „Scorn“ für das aktuelle Jahr versprochen. Mit einem kurzen Trailer haben Horror-Game-Fans bereits einen guten Einblick und damit einen aussichtsreichen Vorgeschmack auf die schauderhafte Welt von „Scorn“ erhalten. Das Spiel wird aus der eigenen Sicht gespielt und man durchläuft eine lebendig wirkende Szenerie, die an das Innere eines Körpers erinnert – vermutlich einer widerlichen Monsterkreatur. Auch wenn es ein Ego-Shooter sein wird, geht es in dem Game nicht primär um die Anwendung von Gewalt, sondern darum, seine Umgebung genau wahrzunehmen, Rätsel zu lösen und seine Gegner richtig einschätzen zu können. Aktuell kann man die Entwicklung von „Scorn“ noch unterstützen und somit dazu beitragen, dass das Spiel in 2018 endlich released werden kann und je nach Höhe der Einnahmen mit zusätzlichen Gimmicks ausgestattet wird. Bis Anfang September hatten sich bereits über 2.000 Scorn-Freunde gefunden, mit denen 78.000 Euro zusammengekommen waren – etwas mehr als die benötigte Hälfte der Finanzierung.

Freunde des Survival-Horror-Genres dürfen sich außerdem ab Ende 2017/Anfang 2018 auf „Agony“ freuen. Hier durchläuft die Spieler-Seele die Hölle, die voll von leblosen Körpern, blutigen Elementen und abstoßenden Dämonen besetzt ist. Es gilt einen Weg aus diesem Untergrund zu finden, in dem man mit seiner verirrten Seele von einem Körper zum nächsten wandert. Sogar von den dämonischen Kreaturen darf Besitz genommen werden. Hat man „Agony“ dann einmal durchgespielt, startet man im ersten Level erneut und auf einmal kann alles ganz verändert aussehen und die bösartigen Dämonen müssen mit komplett neuer Technik bezwungen werden.

So kommen innerhalb kürzester Zeit drei sehr vielversprechende Horror-Games auf den Markt, die aufgrund ihrer übernatürlich furchteinflößend designten Grusel-Welt ganz nah an „Resident Evil“ Spielerlebnisse rankommen werden. Letztendlich wird sich aber erst zeigen müssen, ob die kurzen Teaser das halten können was sie uns bisher versprechen. Wer sich auf diese Neu-Erscheinungen freut, aber sein Konto nicht überstrapazieren möchte, der schaut nochmal nach meinen Tipps, für den Fall, dass der Geldbeutel leer ist.

KOMMENTARE

Kommentare

1 Gedanke zu “Das Gruseln nimmt kein Ende: Filme, Games und mehr – alles im Horror-Style

  1. Ich verstehe gar nicht, warum so viele auf Horror stehen, reicht doch schon, dass die Welt der reinste Horror ist, lol. Da bevorzuge ich schon was lustiges, oder romantisches zum Abschalten nach der Arbeit etc., aber die Welt ist am Entgleisen….lg aus Berlin

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