Iron Man

Digital Assistants: Ein Hauch von Iron Man im Wohnzimmer?

Tony Stark ist ein beneidenswerter Zeitgenosse, und zwar auf mehreren Ebenen. In Person von Robert Downey Jr. macht er seit 2008 in seiner Doppelfunktion als milliardenschwerer Lebemann und Iron Man die Filmwelt (un)sicher. Außerdem hat er verdammt coole technische Spielzeuge. Das Highlight ist natürlich sein Iron-Man-Outfit, dicht dahinter kommt aber sein schlagfertiger Computerassistent J.A.R.V.I.S. Eine vergleichbare Technologie gibt es inzwischen für zu Hause. Das ist ziemlich cool, aber noch längst nicht perfekt.

J.A.R.V.I.S., Alexa und der Assistent

Während die meisten von uns wohl kaum jemals so reich wie Mr. Stark sein und auch nicht im ARK-Reaktor-betriebenen Metallanzug durch die Gegend fliegen werden, sind J.A.R.V.I.S-ähnliche Gerätschaften auch für Nicht-Milliardäre erschwinglich. Mit Google Home und Amazon Echo sind mittlerweile zwei sprachgesteuerte digitale Assistenten auf dem Markt, die Iron Mans Sidekick bereits verblüffend ähnlich sind. Das Herzstück beider Geräte ist nämlich die jeweilige Sprachintelligenz. Den J.A.R.V.I.S-Part übernimmt bei Echo die Software „Alexa“ und bei Home der (etwas einfallslos benannte) „Google Assistant“.

Beide Sprachassistenten sind sich in ihrem Funktionsumfang recht ähnlich, beherrschen aber verschiedene Disziplinen unterschiedlich gut, wie der direkte Vergleich zeigt. In Sachen Humor und Sprachgewandtheit machen zwar weder Alexa noch der Assistant J.A.R.V.I.S. Konkurrenz, und auch auf anderen Gebieten hakt es manchmal noch etwas.

(Noch) nicht wie im Film

J.A.R.V.I.S. steht für „Just A Rather Very Intelligent System“, was in etwa so viel bedeutet wie „Nur ein ziemlich sehr intelligentes System“. Eine Bezeichnung ganz à la Tony Stark, der ja bekanntlich gern mit seiner Genialität kokettiert. Schaut man sich Alexa, den Google Assistant oder auch Apples Pendant Siri an, merkt man schnell: So intelligent wie im Film ist Sprachsoftware noch lange nicht.

Denn die Programme verstehen zwar schon einige Kommandos und erwecken in manchen Situationen den Anschein, man könne wirklich mit ihnen eine Art Unterhaltung führen – das ist allerdings nicht mehr als eine Illusion. Beispiel gefällig? Amazon Echo wird immer dann aktiv, wenn man das Stichwort „Alexa“ sagt. Blöd nur, wenn gerade der Fernseher läuft und dort jemand etwas sagt wie „Alexa hat mir ein Puppenhaus bestellt“. Genau das führte schon dazu, dass Echo versuchte, genau das zu tun. In einem anderen Fall versuchte die findige Werbeabteilung einer bekannten Burgerkette sogar, Google Echo mittels Fernsehwerbung zu manipulieren. Mit J.A.R.V.I.S. hätte das sicher nicht funktioniert.


Bildrechte: Flickr Universal Iron Man JD Hancock CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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