In Köln kostenlos essen, surfen und schlafen

In Köln kostenlos essen, surfen und schlafen – Nicht möglich? Doch! Mit Geld ist das Leben einfacher, doch es geht auch ohne. Manchmal passieren Dinge, die nicht passieren dürfen und plötzlich ist man in einer Großstadt wie Köln gestrandet. Ohne Geld und ohne jemanden zu kennen, doch keine Panik. Als City Surviver und Kölner kann ich euch einige Tipps geben, wie ihr in Köln kostenlos essen, surfen und schlafen könnt.

Es ist schon praktisch, wenn man sein Smartphone und sein Ladekabel dabei hat, wenn nicht auch nicht schlimm, aber gehen wir mal davon aus, dass man sein Smartphone dabei hat.

Ihr seid in Köln gestrandet oder freiwillig in einer der teuersten Städte Deutschlands. Ihr habt Durst, Hunger und müsst auch noch aufs Klo, doch ihr habt kein Geld. Nicht mal einen Euro auf Paypal und eurer Dispokredit ist völlig ausgelastet. Am Bahnhof versucht ihr auf Klo zu gehen, doch ihr stellt erschreckend fest, es kostet Geld. Ihr habt auch unglaublichen Durst und ihr habt nicht mal 50 Cent für eine Capri-Sonne. Was tun?

Kostenloses Trinkwasser in Köln

Wenn man Durst hat, dann sollte man nach einem DM (Drogeriemarkt) suchen. In Köln befinden sich zahlreiche DM Märkte. Dort gibt es kostenlose Wasserspender. Die meisten DM Märkte sind bis 20 Uhr geöffnet. Der DM Markt in der Innenstadt (Hohe Straße) hat bis 21 Uhr geöffnet.

Kostenlose Wasserspender in Köln findet ihr am Roncalliplatz, Mediapark, Ebert-, Barbarossa-, Breslauer und Rudolfplatz, an den Skateranlagen und am Sportmuseum.

Kostenlos Zucker

Zucker und Salz sind lebenswichtig. Ich habe immer etwas Zucker und Salz bei mir, denn es kann dir das Leben retten. Kostenlosen Zucker und Salz bekommt ihr bei McDonalds oder Starbucks. In diesen amerikanischen Fastfood Läden gibt es immer Zucker und Salz for free. Um nicht aufzufallen (einigen ist es peinlich), geht man in einen vollen Fastfood Laden, schaut sich die Menükarte an, geht zum kostenlosen Zucker und Salz und nimmt sich einige Päckchen. Man stellt sich an die längste Schlange und dann überlegt man es sich anders und verlässt den Laden.

Kostenlos im Internet Surfen

Einige Fastfood Läden wie z.B. McDonalds bieten kostenlosen WLAN an. Ebenso haben fast alle Kölner Arbeitsämter kostenloses Internet. Seid ihr in der Nähe einer Post oder Post Verteiler, dann könnte es gut sein, dass sich in der Nähe kostenloses Internet befindet. Testet die Umgebung nach NETGEAR Netze. Diese sind sogar ohne Anmeldemöglichkeit offen und was auch noch ganz toll ist: es ist schnell!

Außerdem gibt es zahlreiche kostenlose HOTSPOTs in Köln. Der Telefonanbieter Netcologne hat in ganz Köln und einigen Einkaufstraßen kostenloses WLAN angebaut. Genaue Standorte findet ihr unter https://www.netcologne.de/ueber-uns/hotspot. Leider ist die Surferzeit auf eine Stunde beschränkt und man muss sich registrieren, um den Hotspot nutzen zu können.

Wer kein Smartphone oder Tablett dabei hat, der sollte sich nach einem Elektronikgeschäft wie SATURN (am Hansaring), Mediamarkt oder Apple Store umsehen. Dort stehen Laptops und Tabletts zum Testen ausgestellt. Meistens sind sie auch mit dem Internet verbunden. Wenn ein Kundenberater auf euch zukommt, dann sagt einfach ihr schaut euch gerade um und testet die Tastatur oder das Gerät. Man hat in der Regel ca. 5 Minuten, um das Internet zu nutzen. Manchmal länger, besonders wenn der Laden voll ist, dann könnt ihr sehr lange surfen.

In Krankenhäuser wie das St. Franzikus oder St. Vincent gibt es auch kostenloses Internet. Falls es ein Passwort gibt, dann kann man dies nett an der Theke oder in der Cafeteria erfragen.

Am Kölner Hauptbahnhof kann man den kostenlosen Telekom und Hotspot nutzen.

Kostenloser Strom

Ihr habt ein Smartphone dabei und eure Akkuanzeige ist schon im einstelligen Bereich? Kein Problem. Die Stadt Köln ist voller Steckdosen. In zahlreichen amerikanischen Fastfood Ketten wie McDonalds befinden sich im Sitzbereich an den Ecken Steckdosen. Diese sind oft unter den Sitzen oder in einer Ecke verborgen. Einfach hinsetzen, Smartphone anschließen und so tun, als ob man auf das Essen wartet. Damit ein Smartphone schnell aufgeladen wird, solltet ihr alle Funktionen wie WLAN, Bluetooth etc. ausschalten.

In öffentlichen Stadtbüchereien findet man auch Steckdosen. Ebenso in einigen Parkhäusern.

Im Subway am Barbarossaplatz, im Cafe TENTEN in der Südstadt und im Cafe Wndrfuel gibt es zahlreiche Steckdosen, die man nutzen kann, wenn man etwas bestellt. Im Kaufhof Restaurant gibt es auch einige Steckdosen, die frei sind, doch wohl nicht für Gäste gedacht.
Im Rewe an der Bonnerstraße und in der Nähe Rudolfplatz gibt es Ladestationen für das Handy.

Kostenlos essen

Essen kostet Geld, doch auch ohne Geld kann man lecker essen. Die Stadt Köln hat zahlreiche FOODSHARING Verteiler. An diesen Stationen findet sich immer etwas zu essen. Ob Brot, oder Salat oder eine Packung Nudeln, jeden Tag bringen Leute Essen, welches sie nicht mehr brauchen an die FOODSHARING Verteiler. Ebenso verschenken Privatleute in den Facebook FOODSHARING Gruppen ihr überschüssiges Essen (Salate, Eintöpfe etc.). Diese Essenkörbe muss man nur abholen.

In zahlreichen REWE und KAUFLAND Supermärkte werden regelmäßig Essproben verschenkt. Da werden Pizzastücke, Käsestücke oder Getränke kostenlos verteilt. Umso größer der Supermarkt, umso größer die Chance eine Gratis Pizza zu erwischen. Im Kaufhof der Innenstadt gibt es im Erdgeschoss einen Supermarkt. Da gibt es oft Stände mit Essproben.

In fast allen DM Märkten wird kostenloses Wasser angeboten.

Wer frech genug ist, kann zu einem Kölner Obst und Gemüsemarkt gehen und dort eine Runde drehen und fragen, ob er ein Stück Apfel oder Melone probieren kann. Man will ja wissen wie es schmeckt, bevor man es kauft. Man probiert und macht einen skeptischen Blick. Bedankt sich und zieht weiter.

Haltet immer die Augen offen, besonders wenn ihr in belebten Einkaufstraßen unterwegs seid. Oft bieten Restaurants und Lebensmittelgeschäfte zahlreiches zum probieren.

Zur GAMESCOM werden um die Messe oft Cola Dosen verschenkt, die aber vor Ort ausgetrunken werden müssen.

Seid ihr jung, dann geht in ein Jugendzentrum. Diese haben oft eine Küche und bieten ihren Jugendlichen etwas zu essen an. Normalerweise lassen sie keinen Jugendlichen hungern.

Kostenlos Entertainment

In Köln ist immer etwas los. Ob Straßenfest, Ausstellungseröffnung oder Party. Man muss eigentlich nur ein wenig durch die Innenstadt und Ehrenfeld spazieren und man entdeckt direkt ein kostenloses Event.

Wer Geburtstag hat und das durch seinen Ausweis oder Führerschein beweisen kann, der darf kostenlos ins Phantasialand.

Kostenlos schlafen

Wer einen Schlafplatz braucht, der sollte mal auf der COUCHSURFING Website nachschauen. Dort kann man einen kostenlosen Schlafplatz finden.

Die Stadt Köln bietet auch Notschlafplätze. Natürlich für Männer, Frauen und Jugendliche getrennt. Alle Adressen der Notschlafplätze in Köln – hier klicken.

Kostenlose Toiletten

Während den Geschäftszeiten kann man in Geschäften wie Kaufhof, Saturn oder Karstadt kostenlos aufs Klo gehen. Ebenso kann man in Arbeitsämter, VHS Schulen und Stadtbibliotheken die Toilette kostenlos nutzen. Ebenso bietet die Fastfoodkette BURGER KING kostenlose Toilettennutzung und ohne irgendwo die Tür freischalten zu müssen. Beim McDonalds am Barbararossaplatz kann man die Toilette auch kostenlos nutzen.

Außerdem kann man die Toiletten der Universitäten nutzen. Hier eine Auflistung mit öffentlichen Toiletten.

Kostenlos Duschen und Waschen

In Köln können Frauen im SKF Comeback ( Mauritiussteinweg 77-79 50676 Köln – Nähe Neumarkt ) duschen und waschen. Dieser Ort bietet auch Sicherheit und Hilfeleistung, auch wenn ihr jemanden zum reden braucht, seid ihr hier gut aufgehoben.

Männer sollten lieber ins GULLIVER (Am Hauptbahnhof) oder ins SKM. Dort gibt es auch die Möglichkeit sich die Haare zu schneiden, Handys aufzuladen und Kleidung zu bekommen.

Auf der Website https://www.wohnungslos-in-koeln.de findet ihr zahlreiche Adressen und Hilfsangebote. Diese richten sich speziell an Obdachlose, doch in der Not ist jede Hilfe die beste Hilfe.

Kostenlos Straßenbahn fahren

In Köln wird nicht so oft kontrolliert wie in anderen Städten, aber Anfang des Monats sollte man stark auf der Hut sein, wenn man keine Fahrkarte hat.
Ist man in der Straßenbahn oder U-Bahn, dann wird es sicher jemanden geben, der ein Formel9 oder Aktiv60 Ticket hat. Aktiv60 Tickets werden von älteren Damen und Herren benutzt. Montag bis Freitag ab 19 Uhr können Aktiv60 und Formel9 Nutzer jemanden kostenlos mitfahren lassen. Am Wochenende und Feiertagen den ganzen Tag.

Beobachtet einfach an der Haltestelle ältere Menschen, die über 60 Jahre alt sein könnten. Wenn diese einsteigen, sich direkt hinsetzen und kein Ticket ziehen, dann ist die Chance groß, dass sie ein Aktiv60 Ticket nutzen. Setzt euch einfach neben der Dame oder Herren und fragt ganz lieb, ob sie euch kostenlos mitfahren lassen. Ältere Damen sind oft sehr freundlich und erlauben es, wenn man nett genug fragt.

Kostenlose Medizin

Ihr habt Kopfschmerzen und braucht ein Aspirin, dann geht einfach in eine Apotheke. In der Apotheke fragen, ob man euch den Blutdruck messen lassen könnt. Apotheken bieten diesen Dienst meistens kostenlos an. Wenn man euch den Blutdruck gemessen hat, erzählt von euren Kopfschmerzen und fragt, ob sie vielleicht ein Aspirin für euch haben. Meistens schenkt man euch ein Aspirin und erhält dazu noch ein Schluck Wasser.

Fazit

In Köln ohne Geld zu überleben ist möglich und dabei muss man nicht mal betteln. Falls ihr mal in Köln strandet und kein Geld habt, dann habt keine Angst. Erinnert euch an meine Tipps und nicht verzweifeln. Wo ein Wille ist, ist ein Weg!

Et jitt Saache, do jläuvs et nit.

1 Gedanke zu “In Köln kostenlos essen, surfen und schlafen”

  1. Hey ! Ich finde es toll . Gut zu wissen was man für möglichkeiten hat um ohne geld auszukommen . Ich habe zwar eine wohnung festen job etc. Aber… wie oft passiert es man rennt aus dem haus vergisst monatsticket oder man geht ohne portmonaie raus und muss mal nach der arbeit plötzlich mitten in der stadt aufs klo . Oder mobile daten werden aufgebraucht. Da finde ich deine tips klasse . Danke

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